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Hundefutter ohne Schwein


Sowohl Supermärkte als auch der Fachhandel für Tierbedarf halten inzwischen eine riesige Auswahl unterschiedlicher Futtersorten für Hunde bereit. Darunter auch solche Sorten, die kein Schweinefleisch, keine Schweineinnereien und ähnliche Produkte wie Schwarten etc. enthalten. Doch warum sollte ein Hund auf solche Produkte verzichten? Grund dafür kann eine Futtermittelallergie gegen Schwein sein. Wie Sie diese diagnostizieren und was Sie beachten sollten, wenn der Hund entsprechende Symptome aufweist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Hundefutter ohne Schwein

© Lilli / Fotolia

Die Auswahl verschiedener Spezialfuttersorten wird immer größer. Es gibt Hundefutter speziell für Welpen, für ältere Hunde, für sportliche Hunde oder auch Diätfutter für Hunde mit Gewichtsproblemen. Hinzu kommt eine große Auswahl verschiedener Futtersorten für Hunde mit Futtermittelallergien. Besonders häufig anzutreffen in diesem Bereich sind beispielsweise Allergien gegen Getreide, Rindfleisch oder auch Eiprodukte. Etwas seltener finden sich im Handel dagegen Hundefuttersorten, die kein Schweinefleisch enthalten. Warum das so ist und welche Sorten Sie bedenkenlos kaufen können, erfahren Sie in unserem ausführlichen Test.



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Was ist eine Futtermittelallergie Schwein?


Grundsätzlich gilt: Schweinefleisch gehört nicht zu den natürlichen Nahrungsmitteln bzw. Nahrungsquellen eines Hundes. Dabei darf das Schwein, wie wir es heute als sogenanntes Hausschwein kennen, nicht mit dem Wildschwein verwechselt werden. Der Urvater des Hundes ist der Wolf. Dieser hat sehr wohl Wildschweine auf seinen Nahrungsplan gesetzt, und diese entsprechend gejagt. Allerdings standen Hausschweine überhaupt nicht für den Wolf zur Auswahl.

Auch wenn die heutigen Hunde über Jahrtausende vom Menschen domestiziert wurden, ist in ihren Genen immer noch die Ernährungsweise ihres Vorgängers – des Wolfes – verankert und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Eine entsprechende Information über Schweinefleisch ist darin nicht enthalten. Zudem gehört Schweinefleisch zu den Nahrungsmitteln, die besonders viele allergieauslösende Inhaltsstoffe besitzen.

Die Futtermittelallergie gegen Schwein zeigt sich bei Hunden also anhand einer Unverträglichkeitsreaktion gegen Schweinefleisch. Diese Unverträglichkeitsreaktion wiederum kann verschiedene Ausprägungen besitzen. Sie kann dazu führen, dass sich Hautstellen entzünden und der Hund sich entsprechend viel an Ohren, Bauch etc. kratzt, außerdem kann sich die empfindliche Haut an den Pfoten entzünden. Aber auch Reaktionen im Magen-Darmtrakt beim Hund können darauf hinweisen, dass er allergisch gegen Schweinefleisch im Futter ist. Dies zeigt sich dann beispielsweise anhand länger anhaltenden Durchfalls oder auch durch Erbrechen.

Falls Ihr Hund solche Symptome zeigt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen und eventuell einen Allergietest durchführen lassen. Er funktioniert ähnlich wie jener für Menschen. Beim Hund besteht darüber hinaus die Möglichkeit, ein Blutbild anfertigen zu lassen, das ebenfalls Aufschluss über eventuell vorhandene Allergien gibt. Ist die Allergie diagnostiziert, sollte eine entsprechende Futterumstellung vorgenommen werden.

Welches Hundefutter ohne Schwein ist am besten?


Für Hundehalter, deren Vierbeiner unter einer Futtermittelallergie gegen Schwein leidet, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Ernährung entsprechend anzupassen. Am einfachsten haben es die sogenannten BARFER, also solche, die seit jeher den Hund mit rohem und artgerechtem Futter versorgen. Da es BARF-Futter in der Regel sowieso nicht in Form von Schweinefleisch oder Innereien vom Schwein gibt, müssen BARFER meist nichts umstellen.

Anders sieht die Sache aus, wenn Sie Trockenfutter und/oder Nassfutter aus der Dose füttern. Auch wenn hier auf dem Etikett nicht explizit Schweinefleisch als Geschmacksrichtung bzw. Hauptzutat angegeben ist, können sich in der Zutatenliste trotzdem Produkte vom Schwein verbergen. Durchforsten Sie also die Zutaten und achten Sie darauf, ob im betreffenden Futter beispielsweise Fleischmehl oder Schwarten vom Schwein enthalten sind.

Im Folgenden finden Sie Kurztests der drei wichtigsten Sorten von Hundefutter ohne Schwein. Dieser Test soll Ihnen als erster Leitfaden für die Auswahl des passenden Futters dienen:

Wolfsblut Wild Duck

Eine ausgewogene Mischung aus hochwertigem Entenfleisch und anderen wertvollen Zutaten machen Wolfsblut Wild Duck zu einem echten Testsieger. Immer wieder zeigt sich, dass dem Hersteller viel an der Gesundheit unserer Hunde liegt.

Zusammensetzung: Kartoffeln (min. 26%), Ente (min. 22,5%), getrocknetes Entenfleisch (min. 22,5%), Entenfett, Erbsen, Erbsenprotein, Hühnerleber, Erbsenfasern, Leinsamen, Thymian, Salbei, Majoran, Oregano und Petersilie, Immutop® (Topinamburkonzentrat), Vitamine, Mineralien, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, Holunderbeeren, Aroniabeeren, Mannanoligosaccharide (Prebiotisch MOS; min. 0,19%), Fructooligosaccharide (Prebiotisch FOS; min. 0,19%), Nucleotide (min. 0,17%), Löwenzahn, Anissamen, Bockshornklee.


Josera Optiness

Josera Optiness ist ein hochwertiges Trockenfutter mit Lamm, das insbesondere für ausgewachsene Hunde mittlerer und großer Rassen konzipiert ist. Es zeichnet sich durch den reduzierten Eiweißgehalt aus und fördert dank vieler Vitalstoffe sowohl starke Knochen als auch ein gesundes Herz und glänzendes Fell.

Zusammensetzung: Geflügelfleischmehl; Reis; Gerste; Kartoffelstärke 10,0 %; Rübenfaser; Geflügelfett; Lammfleischmehl 4,5 %; Geflügelprotein (hydrolysiert); Mineralstoffe; Chicorée-Wurzel (gemahlen, natürliche Quelle von Inulin); Fleisch der Neuseeländischen Grünlippmuschel (Perna canaliculus), getrocknet.


Markus Mühle NaturNah

„Naturnah“ ist die Devise dieses Premiumfutters der Markus Mühle. Es besteht aus einem hohen Anteil von Hühnerfleisch, ergänzt durch Vollkornmais und Vollkornreis. Hochwertige Öle spenden dem Hund täglich die Energie, welche er für ein aktives Leben braucht.

Zusammensetzung: Hühnertrockenfleisch gemahlen (28%), Vollkornmaismehl aufgeschlossen, Vollkornreismehl aufgeschlossen, Wildpansenmehl (8%), Reiskeime, Wildknochenmehl (5%), Maiskeime, Topinamburmehl, Meerfischmehl (5%), Rübenmark getrocknet, Leinöl kaltgepresst, Rapsöl kaltgepresst, Eigelbmehl (2%), Trockenmoor, Fruchtpulver (2)% (bestehend aus: Johannisbrot, Ananas, Papaya, Banane, Acerolakirsche, Apfel, Birne, Heidelbeere, Mango, Himbeere), Gewürzkräutermischung getrocknet, Lachsöl, Algenmehl, Yucca-Schidigera getrocknet und gemahlen.


Hundefutter ohne Schwein – darauf müssen Sie achten


Einige wichtige Punkte, auf die Sie beim Kauf von Hundefutter ohne Schwein achten sollten, haben wir hier schon genannt. Am wichtigsten ist es, die einschlägigen Testergebnisse zu beachten und sich die Zutatenliste des gewählten Hundefutters möglichst genau durchzulesen. Auch wenn kein Schweinefleisch in Form von Muskelfleisch und Innereien enthalten ist, können trotzdem andere Bestandteile vom Schwein – etwa Borsten, Schwarten, Ohren etc. – im jeweiligen Futter verarbeitet sein. Falls Sie sich nicht sicher sind, weil beispielsweise nur tierirische Nebenprodukte auf der Packung angegeben sind, sollten Sie einen Experten zurate ziehen oder gleich entsprechende Informationen beim Hersteller des Futters einholen.

Wenn Sie nun auch noch Wert darauf legen, ein hochwertiges Futter ohne Zusatzstoffe zu erwerben, dürften Sie damit genau richtig liegen. Solche Zusatzstoffe können beispielsweise zugesetzter Zucker, billige Fleischmehle, verschiedenen Getreidesorten oder auch Farb- und Geschmacksstoffe sein. Sie haben alle das gleiche Ziel: Sie dienen dazu, die Futterherstellung billiger zu machen und somit die Gewinnspanne des Herstellers zu vergrößern. Lassen Sie sich nicht darauf ein und wählen Sie ein hochwertiges Hundefutter ohne Schwein.