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Diät Hundefutter


Diät Hundefutter im Test

© Robert Neumann / Fotolia

Und auch die Auswirkungen des Übergewichts unterscheiden sich wenig von denen beim Menschen. Es kann zu Herz-Kreislaufproblemen kommen, außerdem zu frühzeitigem Verschleiß an den Gelenken und am gesamten Knochengerüst. Übergewichtige Hunde haben zudem oftmals Probleme mit Leber und Nieren, ihre Lebenserwartung ist stark eingeschränkt.

Um diesen Effekten entgegenzuwirken, gibt es Spezialfutter für übergewichtige Hunde. Dieses wird oft auch als Diätfutter bezeichnet und soll dabei helfen, Gewichtsprobleme beim Hund in den Griff zu bekommen. Somit kann auch den mit dem Übergewicht verbunden Erkrankungen vorgebeugt werden.




Was ist Diät-Hundefutter?


Wenn wir ein Übergewicht bei unserem Hund feststellen, sollten wir also die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um dem Hund das Leben fortan im wahrsten Sinne des Wortes wieder leichter zu machen. Diese Gegenmaßnahmen bestehen vor allem aus zwei Elementen:

  • Mehr Bewegung
  • Umstellung der Fütterungsgewohnheiten / geringere Futtermenge


Die Umstellung der Fütterungsgewohnheiten kann wiederum auf zwei verschiedenen Wegen geschehen: Entweder Sie reduzieren die Menge des gewohnten Futters oder Sie stellen die Ernährung auf ein Spezialfutter um. Experten raten zu Letzterem, da bei einer reinen Reduzierung der Futtermenge eventuell auch wichtige Nährstoffe reduziert werden, die der Hund aber dringend benötigt.

Wir sollten bei deutlich übergewichtigen Hunden also auf ein Diätfutter umstellen. Doch was ist Diätfutter überhaupt? Diätfutter ist im Grunde ein normales Hundefutter, das lediglich in seiner Zusammensetzung optimiert und den veränderten Bedürfnissen des Hundes angepasst wurde. Sie erhalten dieses Futter sowohl in Form von Trockenfutter als auch in Dosen als Feucht- bzw. Nassfutter. Der Sinn dahinter besteht darin, dem Hund die gleiche Futtermenge wie zuvor zu geben, den Energiegehalt im Futter aber entsprechend zu reduzieren, so dass ein Übergewicht bekämpft wird. Somit erhält der Hund seine normale und gewöhnte Portion, er wird also nach der Umstellung nicht über ein vermehrtes Hungergefühl klagen.

Diätfutter besitzt also eine andere Zusammensetzung als herkömmliches Hundefutter. Bei Diät-Hundefutter wird insbesondere darauf geachtet, den Fettanteil so weit wie möglich zu reduzieren. Dafür kommen magere Fleischsorten wie etwa Geflügel, Lamm oder auch Fisch zum Einsatz. Gleichzeitig soll der Energiebedarf des Hundes weiterhin gedeckt werden. Dies entsteht etwa durch Beimischung von Nährstoffkomplexen, bestehend aus verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen, hochwertigen Proteinen etc.

Wann ist mein Hund übergewichtig?

Bei uns Menschen sieht man in der Regel jedes Gramm Übergewicht sofort. Bei Hunden ist das etwas schwerer zu erkennen, zumindest dann, wenn sie über einen mittellanges oder langes Fell verfügen. Um festzustellen, ob Ihr Hund übergewichtig ist, sollten Sie ihn zunächst von oben betrachten. Ist die Taille sichtbar? Fühlen Sie dann die Bauchseiten ab. Können Sie die Rippen deutlich spüren? Auch der Bauch sollte nicht nach unten durchhängen. Ein Übergewicht des Hundes kann aber auch durch einfaches Wiegen festgestellt werden. Es gibt für jede Rasse entsprechende Angaben zum Idealgewicht. Wiegen Sie den Hund und vergleichen Sie die Gerichtsangaben. Eine Abweichung von etwa fünf- bis zehn Prozent (je nach Rasse und Gewichtsklasse) kann toleriert werden. Ist die Abweichung größer, sollten sie etwas gegen das Übergewicht unternehmen.

Welches Diät Hundefutter ist am besten?

Unabhängige Tests haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, welche Qualitäten in Diät Hundefutter stecken. Dabei werden die einzelnen Futtersorten auf Herz und Nieren getestet, z. B. auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, auf Fremdstoffe und Rückstände.

Unsere Diät Hundefutter Testsieger 2017

Josera Balance

Bosch Light ist das passende Futter für Hunde, die leicht zu Übergewicht neigen. Im Test zeigte sich: Die wertvollen Inhaltsstoffe inkl. hohem Ballaststoffanteil versorgen Ihren Hund mit allen wichtigen Nährstoffen und wirken trotzdem einer unerwünschten Gewichtszunahme entgegen.

Zusammensetzung: Geflügelfleischmehl, Reis, Gerste, Mais, Weizengrießkleie, Weizen, Rübentrockenschnitzel (entzuckert), Zellulosepulver, Fleischhydrolysat, Fischmehl, Fleischmehl, Tierfett, Fischöl, Erbsen, Hefe (getrocknet), Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Muschelfleischmehl (mind. 0,1%), Chicoreepulver.


Bosch Light

Dieses Light-Futter ist insbesondere auf die Bedürfnisse von älteren und ruhigen Hunden mit relativ niedrigem Energiebedarf zugeschnitten. Durch die hochwertigen Inhaltsstoffe erzielte Josera Balance im Test sehr gute Ergebnisse.

Zusammensetzung: Vollkornmais; Geflügelfleischmehl; Reis; Rübenfaser; Geflügelprotein (hydrolysiert); Geflügelfett; Mineralstoffe; Chicorée-Wurzel (gemahlen, natürliche Quelle von Inulin); Fleisch der Neuseeländischen Grünlippmuschel (Perna canaliculus), getrocknet.

Diät Hundefutter – Darauf müssen Sie achten

Ein Hund kann nicht selbst auf sein Gewicht achten. Seine Instinkte sind von Natur darauf programmiert, möglichst alle Nahrung aufzunehmen, die er in seiner Umgebung findet. Das bedeutet aber auch: Steht dem Hund ein Überangebot an Nahrung zur Verfügung, wird er sich daran bedienen und in der Folge an Gewicht zulegen. Der häufigste Grund für Übergewicht bei unseren Hunden liegt also schlichtweg in einem zu großen Angebot an Nahrung. Wer den Hund nicht zu festgelegten Zeiten füttert und auch die Portionsgröße nicht der Rasse und dem Gewicht angepasst, der läuft Gefahr, zu viel zu füttern. Das gilt besonders, wenn die Näpfe ständig gefüllt sind und er sich quasi den ganzen Tag über am Futter bedienen kann.

Neben zu viel Futter kann auch ein falsches Futter für Übergewicht sorgen. Wir hatten es bereits angeschnitten: Die Futterart bzw. die Zusammensetzung des Futters muss stets auf die Konstitution, die Rasse und die Aktivität des Hundes abgestimmt werden. Bekommt beispielsweise ein wenig aktiver Hund ein zu eiweißreiches Futter, speichert er die im Futter enthaltenen Energiequellen in seinem Organismus. Die Folge ist Übergewicht, da diese Speicherung in Form von Fett erfolgt. Darüber hinaus spielen auch ganz natürliche Faktoren eine Rolle bei der Gewichtszunahme eines Hundes. So neigen einige Rassen beispielsweise von Natur aus dazu, schneller Gewicht als andere zuzulegen. Auch eine Kastration mit der damit verbundenen Hormonumstellung sowie der natürliche Alterungsprozess des Hundes können dafür sorgen, dass der Hund schneller und stärker zunimmt.

Wie lange sollte Diätfutter zum Einsatz kommen?

Es hängt immer von der individuellen Konstitution des Hundes, von der Rasse und dem Alter ab, wie lange Sie ihm das Diätfutter geben sollten. Bei alten Hunden kann eine ausschließliche Ernährung bis hin zum Tod des Tieres sinnvoll sein. Jüngere Hunde dagegen sollten das Diätfutter nur für einen bestimmten Zeitraum bekommen. Wie lange dieser Zeitraum ausfällt, bestimmt die Gewichtsabnahme des Hundes. Eine Reduktionsdiät kann bis zu sechs Monate und länger dauern. In dieser Zeit sollten Sie Ihren Hund mindestens einmal pro Woche wiegen und am besten eine Tabelle darüber anlegen, wie sich der Gewichtsverlauf darstellt.

Ist das Wunschgewicht bzw. das Idealgewicht erreicht, dürfen Sie nicht schlagartig zur alten Ernährung zurückkehren. Eine Umstellung sollte stets langsam erfolgen, damit sich der Organismus des Hundes daran gewöhnen kann. Achten Sie außerdem weiterhin auf das Gewicht des Hundes, denn das Übergewicht kann jederzeit zurückkehren. Gewöhnen Sie sich andere Verhaltensweisen an, gehen Sie beispielsweise mehr mit dem Hund nach draußen und machen Sie längere Spaziergänge. Auch eine dauerhafte Reduktion der Zwischenmahlzeiten bzw. die kann angebracht sein, damit der Hund das neue Gewicht halten kann.

Welches Spezialfutter ist für eine Diät zu empfehlen?


„ÖKO-TEST hat fünf Diät- sowie sieben Lighthundefutter unter die Lupe genommen.“

Nach welchen Testkriterien wurde bewertet?

Ein gutes Diätfutter sollte den Hund mit allen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgen, die er braucht, um gesund zu bleiben. Außerdem wurden die Hundefutter im Test auf eine angemessene Energiezufuhr bei Übergewicht geprüft. Denn der Hund sollte nur so viel Kalorien und Nährstoffe zu sich nehmen, die er für seinen Organismus tatsächlich braucht. Light- und Diätfutter sollte aber weniger Energie enthalten als Normalfutter, damit eine Gewichtsabnahme erzielt wird. Bei der Untersuchung auf problematische Inhaltsstoffe konzentriert sich ÖKO-TEST vor allem auf im Futter enthaltene Schimmelpilze, Dioxine sowie gentechnisch veränderte Bestandteile (GVO).

Zu welchem Ergebnis kam ÖKO-TEST? Sieger und Verlierer

Nur ein Diäthundefutter, Specific CRD-1 Weight Reduction Dog All Ages von Dechra Veterinary, erfüllt alle Testkriterien mit der Note „sehr gut“. Bei diesem Produkt ist laut ÖKO-TEST die Energiezufuhr ausreichend reduziert. Zudem sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten und keine gentechnisch veränderten Bestandteile nachweisbar. Mit 0,90 Euro Futterkosten am Tag liegt es in der oberen Preiskategorie, dennoch ist es günstiger als die Produkte von Royal Canin, Hill´s Pet Nutrition und Nestlé. Am schlechtesten schneidet der Hersteller Nestlé mit dem Produkt Purina Beneful Wohlfühlgewicht ab. ÖKO-TEST bemängelt die über dem Schwellenwert von 0,9 Prozent liegenden Spuren von Gen-Soja sowie die unzureichend reduzierte Kalorienzufuhr. Gemessen an den Kriterien von ÖKO-TEST entspricht es dadurch nicht dem ausgewiesenen Produktnamen „Lighthundefutter“.

Das große Mittelfeld des Tests

Zehn Hundefutter im Test erfüllen die Kriterien mit der Note „befriedigend“. Die Hersteller: Animonda, Royal Canin, Procter&Gamble, Multifit, Bosch Tiernahrung, Interquell, Hill´s Pet Nutrition, Mera Tiernahrung sowie Mars und Nestlé. Sie enthielten Spuren von Gen-Soja, was zu einer Abwertung in den Teilergebnissen führte. Allerdings ist in allen getesteten Produkten der Nährstoffgehalt „sehr gut“ bis „gut“.

Abwertung durch Gen-Soja Spuren im Futter

ÖKO-TEST bewertet gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Diät- und Lighthundefutter kritisch und bemängelt, dass keines der getesteten Produkte einen Hinweis auf GVO-Bestandteile enthält. Der Nachweis von Gen-Soja-Spuren führte zu einer deutlichen Abwertung in den Testergebnissen um zwei Noten. Produkte, die den EU-weiten Schwellenwert von 0,9 Prozent überschritten, dies auf der Verpackung jedoch nicht wie vorgeschrieben deklarieren, rutschten sogar um vier Noten ab. Mehr Informationen und den kompletten Test finden Sie unter ÖKO-TEST.

Fazit: Ein gutes Diätfutter hilft dem Hund, sich wieder wohl zu fühlen!

Natürlich sollte man es erst gar nicht so weit kommen lassen, dass der Hund überhaupt ein Diätfutter benötigt. So einfach ist das Ganze jedoch in der Praxis nicht. Viele verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass ein Hund übergewichtig wird. Mit der Gabe von speziellem Diätfutter helfen wir ihm dabei, bei gleicher Portionsgröße Gewicht zu verlieren. Er dankt es uns mit besserer Gesundheit und einem langen Leben!